Rasterfahndung im Mikrokosmos
Untersuchung supramolekularer Aggregate mit der Rasterkraftmikroskopie
Die Zeit des Universalgelehrten ist schon lange vorbei. Die heute fast selbstverständliche Aufteilung der Naturwissenschaften in Fachdisziplinen wie Biologie, Chemie und Physik mag man bedauern und sich in nostalgischer Verklärung nach dem Bild des rauschbärtigen Polyhistoren, des interdisziplinär Gelehrten in seiner Studierstube zurücksehnen. Dessen ungeachtet: Das Wissen der Welt im dritten Jahrtausend ist definitiv zu komplex geworden. Niemand kann heute für sich in Anspruch nehmen, Naturwissenschaftler im allgemeinen Sinne zu sein, wie es Leonardo da Vinci (1452 -1519) oder Gottfried Wilhelm Freiherr von Leibniz (1646 -1716) waren. Umgekehrt gilt heute aber auch: Es gibt kaum noch ein technologisches Produkt, für dessen Erfindung oder Herstellung nicht sowohl physikalische als auch chemische Kenntnisse notwendig sind - etwa in der Pharmaforschung wirken Biologie und Chemie erfolgreich zusammen. In der Oberflächenphysik, dem Fachgebiet der Essener Arbeitsgruppe um Marika Schleberger, hat eine ähnliche Entwicklung stattgefunden. Während in den Anfängen dieser Disziplin oft vermeintlich einfache Systeme wie Einkristalloberflächen untersucht wurden, sind es heute immer komplexere Systeme, die im Mittelpunkt des Interesses stehen.
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Kontakt
Prof. Dr. Marika Schleberger
Institut für Experimentelle Physik
Tel.: +49 (0)2 01/1 83-24 39
Fax: +49 (0)2 01/1 83-26 43
E-Mail: marika.schleberger@uni-essen.de
Web: http://marvin.iep.physik.uni-essen.de/
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