Sonderforschungsbereich SFB 616
"Energiedissipation an Oberflächen"
Die Umwandlung von Energie einer Form in andere Formen begleitet alle Prozesse in unserer Welt, treibt sie häufig auch an. Viele von ihnen - wie chemische Reaktionen an Katalysatoren oder in Sensoren, mechanische Reibung oder Streuung von Ladungs-trägern in Mikroprozessoren - finden an Oberflächen bzw. Grenzflächen fester Stoffe statt. Ziel des im Jahr 2002 gegründeten Sonderforschungsbereiches SFB 616 ist das Studium der verschiedenen Elementarschritte der damit verbundenen Dissipation der Energie, das heißt die Verteilung der primär in die Oberfläche eingetragenen Energieform in viele verschiedene Kanäle, bestehend aus einer Abfolge von Energietransferschritten zwischen den verschiedenen elektronischen und vibronischen Freiheitsgraden des Systems, an deren Ende die Energie so delokalisiert ist, dass nur eine erhöhte Temperatur und gegebenenfalls Materialveränderungen verbleiben. Dabei kann der primäre Energieeintrag durch die Bestrahlung mit Teilchen oder Licht erfolgen, durch die chemische Bindung von Molekülen an die Oberfläche oder sogar mittels der mechanischen Bearbeitung mit einem Werkzeug. Die technologische Bedeutung reicht von Problemen der Mechanik (Lubrikation, Abrieb) über solche in der Chemie (der Stabilität von Katalysatoren, Konzeption neuartiger Atom- und Moleküldetektoren für die selektive Gassensorik) bis hin zum Bereich der Mikroelektronik (Ladungsträgerbeweglichkeit in modernen CMOS-Transistoren, ballistischer Elektronentransport, Zerstörung von Leiterbahnen durch Elektromigration).
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Kontakt
Prof. Dr. Michael Horn-von Hoegen
Institut für Laser- und Plasmaphysik
Tel.: +49 (0)2 01/1 83-43 38
Fax: +49 (0)2 01/1 83-43 59
E-Mail: horn-von-hoegen@uni-essen.de
Web: http://www.ilp.physik.uni-essen.de/hvh
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