Institut für Politikwissenschaft
Die Mitte ist der heilige Gral.
Die Bundestagswahl als Medienereignis
Der Bundestagswahlkampf 2002 gehörte zu den langweiligsten in der Geschichte der Republik. Spannung entstand einzig durch die völlige Ungewissheit des Ausgangs. Es fehlten die ideenreiche inhaltliche Auseinandersetzung, die polarisierende Profilierung um Zukunftslösungen, der kantige Schlagabtausch von Persönlichkeiten. Zur Ideenarmut gesellte sich die personalisierte Präsidentialisierung auf Kosten der kleineren Parteien, die phasenweise völlig aus dem Blickwinkel der Medien herausfielen. Dagegen war der Wahlkampf aufregungsgeprägt wie selten zuvor - die Rhythmen der Aufregung haben sich verkürzt. Nachhaltige und messbare Wirkungen hinterließen diese Dramatisierungen selten. Dabei war die inhaltliche Qualität der Aufgeregtheit äußerst unterschiedlich - von der Hunziger-Affäre bis zu großen Firmenpleiten.
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PD Dr. Dr. Karl-Rudolf Korte
Institut für Politikwissenschaft
Vertretungsprofessur für das Politische System der Bundesrepublik Deutschland
Tel.: +49 (0)2 03/3 79-20 41
E-Mail: kkorte@uni-duisburg.de
Internet: http://www.karl-rudolf-korte.de
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